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Skandal Antibiotika Tiermast

Antibiotika in der Tiermast

Einer der Gründe für das Auftreten von Superkeimen, von Krankheitserregerin, die wir mit unseren derzeit am Markt verfügbaren Antibiotika nicht oder nur schwer bekämpfen können, ist der rücksichtslose Einsatz von Antibiotika in der Tiermast. Diejenigen von uns, die Fleisch essen und das ist die weit überwiegende Mehrheit in Deutschland nimmt jedes Jahr etliche Dosen von Antibiotika zu sich, ohne dies zu wissen: einfach mit der täglichen Nahrung. Die Fleischindustrie agiert weiterhin nach dem Prinzip die Fleischproduktion so gewinnträchtig wie möglich zu machen. Auf die Gesundheit des Verbrauchers wird dabei keine Rücksicht genommen.

Immer mehr Antibiotika im Fleisch

Immer wieder hören und lesen wir von dem massenhaften Einsatz von Antibiotika in der Mast von Schwein und Hühnern. In den 70er und 80er Jahren war diese Praxis völlig normal, weil die Antibiotika gezielt mit dem normalen Futter zusammen in großen Mengen an die Tiere verabreicht wurden. Mittlerweile sind die gesetzlichen Vorschriften strenger geworden, so dass Antibiotika eigentlich nur noch zur Krankheitsbekämpfung von Tierärzten eingesetzt werden dürfen. Doch das Problem besteht weiterhin. Wer sich einmal damit beschäftigt hat, wie unser Hühnerfleisch (auch und gerade von großen namhaften Anbietern) produziert wird, weiß warum. Die Hühner leben allenfalls einen Monat in völlig inakzeptablen Zuständen und können daher nichts anderes als krank werden. Als Konsequenz müssen sie nahezu ständig mit Antibiotika versorgt werden. Skandalös ist auch, dass Tierärzte an dem Verkauf von Antibiotika finanziell beteiligt werden. Je mehr Antibiotika sie verschreiben, um so mehr verdienen sie. Ein unverantwortlicher Anreiz Geld zu verdienen und damit die Gesundheit der gesamten Bevölkerung aufs Spiel zu setzen. So wundert es auch nicht, dass über 50 % der Fleischproben bei einer Testreihe des BUND mit Antibiotika verseucht waren, wie der nachfolgende Beitrag zeigt:   

Reform bei der Tierhaltung ist dringend

Häufig ist von der Fleischindustrie in diesem Zusammenhang auch der Kommentar zu hören, man könne die Fleischproduktion in der Massentierhaltung gar nicht vermeiden, da der Preisdruck in Deutschland so unglaublich stark sei. Richtig ist allerdings, dass Fleisch in Deutschland extrem billig zu haben ist. Für ein par Euros ein ganzes Hühnchen zu bekommen, zeigt: hier stimmt etwas nicht. Der Supermarkt will daran verdienen, die Großhändler und der Fleischproduzent. Was bleibt hier noch für eine gesunde Haltung des Tieres übrig: nicht viel. Deswegen kann man nur klar dafür plädieren, schärfere gesetzliche Regelungen einzuführen. Der Bio-Standard, der bei weitem noch nicht genügt, um ein Grundmaß an gesunden Lebensmitteln zu garantieren, müßte auf alle Lebensmittel angewendet werden. Die Konsequenz für den Verbraucher: Fleisch wird teurer, dafür aber auch gesünder. Die Alternative: wir essen billiges Fleisch, aber werden krank und können irgendwann nicht mehr behandelt werden, weil unsere Medizinprodukte für die Fleischproduktion mißbraucht werden.